Gesundes Zuhause mit Holz -

Ob in öffentlichen oder privaten Gebäuden, die Verwendung von Holz als Baumaterial und bei der Innenausstattung von Räumen wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Menschen aus. Neben der Schaffung eines optimalen Raumklimas und mehr Wohlbefinden profitiert vor allem auch die Herzgesundheit. Dies belegt eine aktuelle Studie, die an einer Schule in Österreich durchgeführt wurde.

Die Gesundheit des Menschen hängt wesentlich von einer gesunden Umwelt ab. Neben der freien Natur gehören zur Umwelt auch Innenräume, in denen der moderne Mensch heute einen Großteil seiner Zeit verbringt, sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder in den eigenen vier Wänden. Holz als Bau- und Werkstoff kann wesentlich zu einem gesunden Raumklima beitragen. Bei einem Haus ganz aus Holz sind die Effekte natürlich am größten, aber auch die Verwendung von Holz im kleineren Rahmen, etwa für Böden, Möbel, Fenstern und Türen, wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus.

Einer der größten Vorzüge des Naturmaterials Holz ist seine Absorptionsfähigkeit. So kann es Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben sowie übel riechende und gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe aus der Luft binden. Holz sorgt als rund ums Jahr für ein optimales Raumklima, lädt sich nicht statisch auf und ist unproblematisch zu reinigen und zu pflegen. Davon profitieren nicht nur Allergiker. Hinzu kommt ein subjektives Gefühl von Wohlbefindens und weniger Stress, das bis heute noch nicht vollständig erforscht ist. Die meisten Menschen empfinden Räume mit viel Holz als angenehm, gemütlich und heimelig. Zudem wird nach der Meinung von Experten mit der Verwendung von Holz das Bedürfnis nach mehr Natur in einer zunehmend künstlichen Welt erfüllt.

Ein Forschungsergebnis aus Österreich belegt eindrucksvoll die positiven Effekte von Holz auf die Gesundheit. In einer Studie an der Hauptschule von Haus im Ennstal in der Steiermark wurden über ein Jahr lang vier Klassen mit insgesamt 52 Versuchspersonen gegenübergestellt. Zwei Klassen wurden in Klassenräumen mit Standardeinrichtung unterrichtet, zwei in so genannten Massivholzklassen mit Wänden und Decken aus massiver Fichte, einem Schrank aus Zirbenholz und einem geölten Holzfußboden. Studienleiter Prof. Maximilian Moser zeigte sich verblüfft über die Ergebnisse: „Wir waren am Anfang nicht so optimistisch, aber die Studie zeigt eindeutig: Holz wirkt sich positiv auf den Organismus der Schüler, insbesondere deren Herzgesundheit, aus“. So sparten sich die Kinder bis zu 8.600 Herzschläge pro Tag und berichteten zudem von weniger Stress und Konflikten sowie verbesserter Konzentrationsfähigkeit.

Von diesen positiven Effekten kann auch jeder zu Hause profitieren, wenn er beim Bau und der Ausstattung seiner vier Wände auf den nachwachsenden Rohstoff Holz setzt.