Holz nutzen = Wald und Klima schützen -

Nirgendwo in Europa wächst mehr Holz pro Hektar als im Bayerischen Wald. Kein Wunder also, dass Holz hier in der Region seit Jahrhunderten als hochwertiger Bau- und Werkstoff sowie als Energielieferant verwendet wird und sich auch in jüngster Zeit zunehmender Beliebtheit erfreut. Wer dabei nun um den Erhalt des Waldes fürchtet liegt falsch. Nachhaltige Holzverwendung in allen Facetten schützt unseren Wald und ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Der Bayerische Wald ist die größte zusammenhängende Waldfläche Europas. Auf 6.000 Quadratkilometern leistet er einen einzigartigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Er ist Lebensraum für über 14.000 Tier- und 6.000 Pflanzenarten, sorgt für saubere Luft und sichert unsere Versorgung mit klarem Trinkwasser. Für die Menschen der Region ist der Wald ihre Heimat, sie finden in ihm zu allen Jahreszeiten Ruhe und Erholung, ebenso wie Millionen Besucher jährlich.

Seit Jahrhunderten wird im Bayerischen Wald das Prinzip der nachhaltigen Waldbewirtschaftung praktiziert. Das heißt, es wird nicht mehr Holz geerntet als nachwächst und die Bedeutung des Waldes als Ökosystem und Lebensraum findet Berücksichtigung. So hat trotz einer jährlichen Holzernte von ca. 3 Millionen Festmetern Holz pro Jahr die Waldfläche im Bayerischen Wald in den letzten 30 Jahren um über 15.000 Hektar zugenommen. Wälder leisten zudem einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es im Holz. Während bei Naturwäldern ohne menschliche Nutzung die Aufnahme von CO2 durch das Holzwachstum und dessen Abgabe in Folge von Holzzerfall in etwa gleich ist, kann ein nachhaltig bewirtschafteter Wald noch mehr zum Schutz des Klimas beitragen. An Stelle der gefällten Bäume kommen junge nach, die bei ihrem Wachstum erneut Kohlendioxid aufnehmen. Auf diese Weise lagert der Bayerische Wald pro Minute acht Tonnen Kohlendioxid ein. Und: Holz behält seine CO2-Speicherwirkung auch nach der Ernte über seine gesamte Lebensdauer hinweg bei. Jedes verwendete Stück Holz, vom Holzhaus, über die Inneneinrichtung bis hin zum Kinderspielzeug, entlastet unsere Umwelt also nachhaltig vom Klimakiller Kohlendioxid. In einem Holzhaus stecken zum Beispiel bis zu 80 Tonnen gebundenes CO2.

Und auch Holz als Heizmaterial, sei es als Scheitholz, als Holzpellets oder Hackschnitzel, ist für die Umwelt eine gute Wahl. Denn: Holz gibt im Gegensatz zu andern Energieträgern bei seiner Verbrennung nicht mehr Kohlendioxid ab, als es bei seinem Wachstum aufgenommen hat und ist somit klimaneutral. Zudem ist der Brennstoff Holz regional verfügbar, kosten- und energieintensive Transporte somit nicht erforderlich.